Was kann ich tun?

Wie kann ich mein Kind schützen?

Die Ermittlungen der Kinderschutzgruppe der Stadtpolizei Zürich zeigen, dass Kinder und Jugendliche, die in einem Chatroom für unter 15-Jährige kommunizieren, im Durchschnitt nach 2,6 Minuten sexuell angemacht werden. Beim Cyberbulling werden beleidigende Aussagen, blossstellende Fotos und Videos oder sogar Drohungen ins Netz geladen. Ermutigen Sie Ihr Kind, sich Ihnen anzuvertrauen wenn es negative Erfahrungen im Internet macht. Leider trauen sich Teenager oft nicht, über solche Erlebnisse zu sprechen, aus Angst, das Internet nicht mehr nutzen zu dürfen.

Zeigen Sie Interesse

Gehen Sie zusammen mit Ihrem Kind online und lassen Sie sich erklären, wie der Chat, der Instant Messenger oder das Social Network funktionieren, wen man dort trifft und weshalb all dies so spannend ist.

Bestimmen Sie gemeinsam Chaträume

Definieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Chatrooms und Social Networks interessant und altersgerecht sind. Vereinbaren Sie, wo sich Ihr Kind aufhalten und welche Angaben es machen darf.

Legen Sie Verhaltensregeln fest

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gefahren im Internet. Erklären Sie ihm, was es beachten muss und wie es sich bei Problemen verhalten soll (siehe Verhaltensregeln für Kinder und Jugendliche).

Sprechen Sie über negative Erfahrungen

Kinder und Jugendliche sind bei negativen Erfahrungen im Internet – zum Beispiel wenn sie anzügliche oder pornografische Bilder erhalten – überfordert und reagieren verstört, verängstigt oder sogar mit Schuldgefühlen. Seien Sie wachsam und nehmen Sie solche Erlebnisse Ihres Kindes ernst. Sprechen Sie behutsam und ruhig mit ihm darüber und vermitteln Sie ihm auf keinen Fall das Gefühl, schuld zu sein.

Vertrauen schaffen

Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Chaträume und Social Networks, es besucht. Erkundigen Sie sich, ob im Chat ein Moderator anwesend ist, der das Geschehen beaufsichtigt, und wie Belästigungen bestraft werden. Passen Sie die Einstellungen der Rubrik «Privatsphäre» in Social Networks so an, dass persönliche Daten nicht für jedermann sichtbar sind. Es gibt auch technische Möglichkeiten wie zum Beispiel Filtersoftware, um den Computer für Ihr Kind sicherer zu machen und sich vor unerwünschten Webinhalten zu schützen. Hier stehen kostenlos verschiedene Hilfsmittel zum Herunterladen oder Bestellen zur Verfügung.

Beschränken Sie den Medienkonsum

Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, wie lange und auf welchen Seiten es chatten oder surfen darf. Chat- oder Internetbekanntschaften können niemals Kontakte zu Freunden im realen Leben ersetzen. Ausserdem gehören Computer oder Spielkonsolen mit Internetanschluss nicht ins Kinderzimmer.

Vorfälle immer melden

Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet strafbar. Belästigungen ist man nicht machtlos ausgeliefert. Bei anstössigen Inhalten, zum Beispiel im Chat oder in einem Social Network, empfiehlt es sich, den Internet-Anbieter oder Webmaster zu informieren. Websites mit verbotenem pornografischem Inhalt, Gewalt- oder Hassseiten sowie bösartige E-Mails können der nationalen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) oder jeder lokalen Polizeistelle gemeldet werden (Kontaktstellen).